Anders als zu Weihnachten, war es uns aufgefallen,
dass Kinder - übrigens auch Erwachsene - kaum noch etwas mit
Ostern anfangen können. Sie wissen oft nicht mehr, was Ostern
bedeutet, was gefeiert wird und was in der Passionszeit gedacht wird.
Wie schön wäre es, die Ostergeschichte anschaulicher machen
zu können.
Zu dieser Zeit leiteten wir einen Emmaus-Glaubenskurs
für Erwachsene. Auch jetzt suchten wir nach einem Bodenbild,
um die Teilnehmer die Kreuzigung, das Grab und die Auferstehung sichtbar
zu machen. Wir trafen auf eine kleine Osterkrippe aus dem Erzgebirge
und stellten sie in der Mitte auf. Es sah schön aus und wirkte
gut.
Doch ließ uns der Gedanke nicht los, dass man eine ähnliche
Osterkrippe bräuchte, aber größer, stabiler, unempfindlicher
und preiswerter. Die Krippe könnte dann von Kindern bespielt
werden und sowohl für den privaten Haushalt, als auch für
den Religionsunterricht in Kirchen, Kindergärten und Schulen
eingesetzt werden.
Zuerst haben wir nur für unsere eigenen
Kinder eine Osterkrippe entwickelt, aus Holz gebastelt und mit kleinen
Holzfiguren geschmückt. Sie hat die ganze Passionszeit über
im Wohnzimmer gestanden. Die Kinder liebten es die Szenen immer wieder
neu umzuändern, mit den Soldaten und mit dem Esel zu spielen.
Sie nahmen das Kreuz Jesu in die Hand und waren berührt. Oder
sie rollten mehrmals den Stein vor dem Grab weg und guckten sich die
leinenen Grabtücher an. So testeten wir, ob die Osterkrippe stabil
genug war und ob das Auf- und Abbauen von Garten, Grab oder Ölberg
einfach genug war.